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(Fast) wie im Urlaub

Gestern bin ich mit meinen Mitbewohnerinnen und ein paar weiteren Freunden nach Portofino gefahren, wo wir einen wunderschönen Tag am Strand verbracht haben. Um halb 8 setzte sich der Zug Richtung Süden in Bewegung, wir waren alle noch etwas verschlafen, aber das machte nix ... Konnten uns ja im Zug ausruhen. Umso größer war die Freude, als wir uns Genua näherten und plötzlich das Meer auftauchte! Die Müdigkeit war sofort verfolgen und wir fühlten uns alle wie kleine Kinder, die zum ersten Mal das Meer sehen. Entsprechend gut war auch die Laune, als wir in Santa Margherita ankamen, ein kleiner Ort in der Nähe von Portofino gelegen. Zu Fuß machten wir uns auf die Suche nach dem "optimalen Strand", am liebsten wäre es uns natürlich gewesen, wenn wir einen Sandstrand finden würden, nicht direkt in der Stadt, aber auch nicht ganz abgelegen und auch nicht zu weit weg von unserem aktuellen Standort. Das erwies sich aber schwieriger als gedacht. Wir liefen fast eine halbe Stunde an der Küste entlang, fanden aber immer nur Strand mit Steinen ... Naja, was solls, damit gaben wir uns auch zufrieden Es war zwar etwas schwer, ohne aufgeschürfte Füße oder sonstige Verletzungen ins Wasser zu kommen, aber wir haben es alle ohne größere Probleme geschafft. Man fühlte sich echt wie im Urlaub: Sommer, Sonne, Meer mit angenehm warmen Wasser ... Und wo kann man sich schon Anfang Oktober noch so richtig schön sonnen und baden gehen ... Und einen fetten Sonnenbrand bekommen ... -.- Wir verbrachten fast den ganzen Nachmittag in der Bucht, bis wir uns irgendwann entschieden, mit dem Bus die 4 km nach Portofino gar zu fahren. Oh mein Gott, ich war so froh, dass wir alle lebend angekommen sind! Die Straße war richtig schmal, kurvig, unübersichtlich, vor jeder Kurve bremste der Busfahrer ab, hupte mehrmals, vertraute dann einfach drauf, dass von der anderen Seite kein Auto oder gar ein größeres Gefährt kommt und bretterte dann um die Kurve, dass einem Angst und Bange wurde. Einstimmig haben wir deshalb beschlossen, für den Rückweg die Fähre zu nehmen, die nur ein paar Euro teurer ist, einen wunderschönen Ausblick bietet und auf der wir uns wesentlich sicherer fühlten wie im Bus. 
Portofino ist ein kleines, richtig süßes Touristendorf, umgeben von Hügeln, von denen aus man einen traumhaften Ausblick auf das Meer und auf die umliegenden Dörfer bekommt. Lange haben wir uns dort trotzdem nicht aufgehalten, da wir zurück nach Santa Margherita wollten, um unseren Zug zurück nach Mailand zu erwischen. So verabschiedeten wir uns am Abend von dem wunderschönen Dorf am Meer und traten völlig erschöpft den Weg zurück in die Großstadt an.

P.S.: Sollte ich irgendwann rausfinden, wie man hier Bilder einfügt, werde ich ein paar hochladen, damit ihr seht, wie schön es hier ist

5.10.14 14:02


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Was für eine stressige Ankunft!

Letzte Woche ging es endlich los! Schon Tage vorher war ich voller Vorfreude und konnte es kaum erwarten, endlich in den Flieger zu steigen. Natürlich sieht man einem so langen Aufenthalt im Ausland immer mit gemischten Gefühlen entgegen, auf der einen Seite freut man sich riesig auf die bevorstehende Zeit, auf der anderen Seite macht man sich auch Gedanken: "Wird alles so, wie ich es mir vorstelle? Wie werden meine Mitbewohnerinnen sein? Werde ich schnell Anschluss finden? Was, wenn ich mich nicht verständigen kann, weil mein Italienisch zu schlecht ist?" Letztendlich überwiegte jedoch trotzdem die Vorfreude

Meine Anreise war etwas stressig, weil meine Koffer leider unterwegs verloren gegangen sind, sodass ich erstmal noch ne Ewigkeit am Flughafen verbracht habe, damit das Personal meine Daten usw. aufnehmen konnten. Dann habe ich auch noch ganz knapp meinen Zug in die Stadt verpasst, sodass ich über eine halbe Stunde warten musste. Blöderweise ging mein Handy in dem Moment auch nicht, sodass ich nicht einmal meiner Vermieterin Bescheid geben konnte, dass ich mit über einer Stunde Verspätung an der Wohnung ankomme. Wir haben zwar keine direkte Zeit vereinbart, aber ich wollte ihr trotzdem gerne kurz schreiben, dass es später wird. Mit dem Zug bin ich bis zu einem der Hauptbahnhöfe sozusagen gefahren, von da aus mit dem Taxi dann noch zu meiner Wohnung, wo ich doch noch auf meine Vermieterin traf, die gerade überm Gehen war. Deshalb haben wir vereinbart, uns am nächsten Vormittag zu treffen. Während der Fahrt im Taxi konnte ich einen ersten Eindruck von Mailand gewinnen und ich muss sagen, die Stadt hat mir von Anfang an gut gefallen. In meinem Apartment angekommen habe ich meine Mitbewohnerinnen kennen gelernt, eine Spanierin, mit der ich mir auch das Zimmer teile, eine Engländerin und eine Italienerin. Sie sind alle total nett und hilfsbereit. Die Mädels hatten gerade von anderen Erasmusstudentinnen Besuch, so verbrachten wir einen gemütlichen Abend auf dem Balkon. Freitag traf ich mich zunächst mit meiner Vermieterin zur Schlüsselübergabe, danach fuhr ich mit der S-Bahn in die Stadt, um mir eine Prepaidkarte für mein Handy zu kaufen. Außerdem wollte ich mir die Stadt noch ein bisschen anschauen, aber unterwegs sperrte sich aus irgend einem Grund leider mein Handy, sodass ich erstmal zurück musste um zu googlen, was ich machen kann, denn ich wollte ja erreichbar sein, falls die Leute vom Flughafen wegen meines Koffers anrufen. Aber niente … Nach endlosen Telefonaten und Diskussionen bekam ich dann am Montagmittag endlich meinen valigia geliefert und ich konnte mich ans Auspacken machen. 
Die ersten Tage waren zwar schön, aber so richtig konnte ich sie eben doch nicht genießen, weil mein Koffer eben noch nicht hier war und ich erstens nirgendwo hingehen wollte, für den Fall, dass er gebracht wird und zweitens eigentlich auch nirgendwo hingehen konnte, weil ich nicht wirklich was zum Anziehen hatte. Ein paar Klamotten hatte ich zwar ein paar Klamotten im Handgepäck, um mich für den worst case zu wappnen, aber natürlich nicht genug. Nachdem ich dann am Montag aber mein Zimmer eingerichtet habe, konnte ich am Nachmittag auch endlich mal aus dem Haus gehen. Ich war beim Dom und hab mir ein bisschen die Gegend angeschaut, bin dann zurück zur Wohnung und hab hier noch ein bisschen die Umgebung erkundet. Am nächsten Tag war ich dann an der Stazione centrale, dem Hauptbahnhof, der richtig schön ist und auch als Touristenattraktion gilt. Nachmittags bin ich dann noch zu meiner Uni gefahren, die etwas außerhalb liegt und auch ziemlich klein ist, ich glaube sogar noch kleiner als meine Uni in Germersheim. Abends waren wir dann mit den Leuten von ESN noch Pizza essen … Ein Traum, auch wenn es richtig viel war. Aber die Leute sind richtig nett und sehr international: Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch … Also richtig super  Mittwoch bin ich dann erstmal ins Modeviertel gefahren … Ziemlich krass, Gucci, Prada, Louis Vuitton usw., alle nebeneinander. Da lohnt es sich schon mal hinzufahren und zu staunen. Dann bin ich weiter in die Giardini pubblici, einem großen Park. Von da aus bin ich mit der U-Bahn zum Castello Sforzesco, das auch neben/in einem riesigen Park liegt, bin auf die andere Seite des Parks zum Arco della Pace und zur Arena Civica. Dann ging es wieder zurück zur Wohnung, wo ich totmüde in mein Bett gefallen bin. Donnerstag war ich dann mit meiner Mitbewohnerin ein bisschen spazieren, und bin anschließend noch mal in die Stadt gefahren, um den Bestand meiner Klamotten ein bisschen zu erweitern ... Hier kann man aber auch shoppen ohne Ende :D

Mit der Kommunikation klappt es übrigens einigermaßen gut, in der WG reden wir einen Mix aus Italienisch und Englisch, mit der Italienerin sowieso nur Italienisch, wenn wir mit anderen Erasmusleuten unterwegs sind, werden sowieso immer 100 Sprachen durcheinander gemischt, die einen reden Englisch, andere Französisch, Spanisch, Deutsch, ... . Wenn ich alleine unterwegs bin und nach dem Weg frage oder sonst irgendetwas brauche (Handykarte, Briefmarken auf der Post usw.) habe ich mich bis jetzt immer auf Italienisch durchgeschlagen … Hilft ja auch nix, anders lerne ich es ja nicht und die Italiener sind wirklich geduldig und hilfsbereit, man muss sich halt nur trauen. Aber es geht einigermaßen, es wird zwar noch ein langer Weg, bis ich es fließend spreche, aber bis jetzt habe ich mich ganz gut durchgeschlagen und immer das bekommen, was ich wollte.

 

 

3.10.14 13:17


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